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Terry Gilliam- Regiesseur, Drehbuchautor und Schauspieler

Februar 3, 2009
www.snarkerati.com

Quelle: www.snarkerati.com

Der Name Terry Gilliam sagt vermutlich nicht direkt jedem etwas, aber die meisten kennen doch mehr von ihm als sie denken. Als Regiesseur und Drehbuchautor hat er an einigen bekannten (Kult-)Filmen mitgewirkt und bei Monty Python war er auch vor der Kamera zu sehen.

Ein paar Angaben zum Privaten vorweg:

Terry Vance Gilliam wird am 22. November 1940 in Medicine Lake, Minnesota, USA geboren. Am Occidental College in Los Angeles studierte er Politikwissenschaften. Seit 1968 hat er zusätzlich zu der US-amerikanischen auch die britische Staatsangehörigkeit angenommen. Im Januar 2006 hat er dann sogar aus Protest an George W. Bush seinen US-Pass abgegeben. Er ist seit 1973 mit Maggie Wetson verheiratet, die bei vielen Produktionen von Monty Python und von Gilliam als Maskenbildnerin dabei gewesen ist. Im Oktober 1980 ist dann seine Tochter Holly Dubios Gilliam geboren worden.

Gilliams berufliche Laufbahn beginnt 1962, als er in New York als Zeichner für das Satire-Magazin “HELP!”, einer Schwesterpublikation des Magazins “MAD”, arbeitet. Dort lernt er auch John Cleese kennen, der ihm 1967 nach seinem Umzug nach London, einen Job bei BBC besorgt. Dort treffen die beiden auf zwei weitere Komiker, mit denen sie die Gruppe “Monthy Python” gründen.

Bei Monty Python war Gilliam zunächst “nur” Autor und Regiesseur, später wurde er dort aber auch als Schauspieler tätig, z.B. als Gefängniswärter in “das Leben des Brian”. Er war außerdem auch für die Trickfilme der Gruppe zuständig, in den späteren Spielfilmen genau so wie in der Serie “Monty Python’s Flying Circus“, die von 1969 bis 1974 bei BBC zu sehen war.

Quasi als Übergang zwischen seiner Arbeit als Zeichner und der als Regiesseur, produzierte Gilliam zwei Anitmationsfilme namens “Storytime” ( 1968 ) und “The Miracle of Flight” (1974). Sein Regiedebüt im Spielfilm gab er dann 1975 mit dem Monty Python Film “Die Ritter der Kokosnuss” in Zusammenarbeit mit Terry Jones. Sein erster eigener Film “Jabberwocky” erschien 1977.

Nach dem großen Erfolg des Monty Python Films “Das Leben des Brian“, begann er dann schließlich sich hauptsächlich auf seine eigene Regiekarriere zu konzentrieren. An dem Film “Der Sinn des Lebens” von Monty Python, wirkte Gilliam noch mit. Mit dem Film “Brazil” wurde er ab 1985 dann schließlich zu einem eigenständigen Regiesseur, unabhängig von Monty Python.

Nachdem ein paar Jahre später sein Film “Die Abenteuer des Baron Münchhausen” erfolglos blieb, nahm Gilliam in den 1990ern mehrere Auftragsarbeiten an, darunter u.a. die Regie des Films “12 Monkeys“, einer seiner größten Erfolge.

1998 folgte schließlich “Fear and Loathing in Las Vegas“. Der Film war in den Kinos zwar recht erfolglos, erlangte aber im Nachhinein Kultstatus.

Insgesamt hatte Terry Gilliam aber auch eine ganze Reihe von Filmprojekten aus denen nichts geworden ist. Dafür verantwortlich waren oftmals Filmstudios oder Produzenten, die nicht mit Gilliam zusammen arbeiten wollten oder ihn bei seinen Projekten nicht unterstützen wollten. Selbst nach einigen erfolgreichen Filme, weigerten sich Filmstudios oft neue Filme von Gilliam zu finanzieren. Der kehrte daraufhin Hollywood für einige Zeit enttäuscht den Rücken zu. Eine Wiederaufnhame einiger Projekte sei aber im Gespräch.

Bei der Verfilmung von “Harry Potter“, “Der Goldene Kompass” und “Charlie und die Schokoladenfabrik” sollen sich die jeweiligen Autoren angeblich Gilliam als Regiesseur gewünscht haben. In allen drei Fällen scheiterte aber auch das wieder an den Filmstudios oder den Produzenten.

Nicht alle, aber viele Filme von Terry Gilliam sind mit relativ wenig Budget gedreht worden. Für den Film “12 Monkeys” soll Bruce Willis z.B. eine deutlich geringere Gage als sonst für ihn üblich in Kauf genommen haben, um mit Gilliam zusammen arbeiten zu können.

2006 probierte Gilliam erstmals eine ganz andere Kunstspate aus. Vom 04. Mai 2006 bis zum 08. Juni 2006 zeigte er eine Video-Installation auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Mit diesem Projekt “Past People of Potsdamer Platz” wollte Gilliam die Passanten mit der Geschichte des Platzes und mit sich selbst konfontieren.

schep

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Gonzo – Journalismus

Februar 3, 2009

gonzo… ist eine höchst subjektive und äußerst persönliche Form der Reportage, in der der Autor seine objektive Distanz aufgibt und selbst in den Mittelpunkt des Geschehens tritt. Hunter S. Thompsons erste Gonzo-Arbeit war der Artikel „The Kentucky Derby is Decadent and Depraved“. Weil er den Artikel bei Redaktionsschluss immer noch nicht fertiggestellt hatte, ging Thompson dazu über, seine Notizen aus dem Notizbuch zu reißen und unbearbeitet an die Redaktion zu schicken. Das Ergebnis wurde von Bill Cardoso „Gonzo“ genannt (nach dem italienischen Wort „gonzagas“ – „Absurditäten“). Gonzo-Journalismus wird charakterisiert durch den Einsatz von Zitaten, Sarkasmus, Humor, Übertreibungen und Schimpfwörtern und beruht auf William Faulkners Idee, dass Fiktion die Realität häufig am besten wiedergibt. Also schreibt Hunter S. Thompson über Dinge, die im Grunde wahr sind, aber satirisch überhöhnt werden, um seinen Standpunkt zu verdeutlichen.

Dies ist die Erklärung zum Gonzo-Journalismus welche im Bonusmaterial auf der DVD „Fear and Loathing in Las Vegas“ zu finden ist.

Gonzo ist eine Schreibform die dem “New Journalism” zugeordnet wird, dieser entstand im Zuge der Hippie-Bewegung und begründet sich auf der Idee neue journalistische Formen auszuprobieren, die unmittelbarere Ausdrucksformen gestatteten und so den Leser stärker fesseln. Wesensmerkmal des “Neuen Journalismus” ist ein extrem subjektiv geprägter Reportagestil, der gern Randfiguren zu Hauptdarstellern macht und Themen aus einem völlig unerwarteten Gesichtswinkel beleuchtet. Als Begründer gilt Tom Wolfe, dessen Werk “Das bonbonfarbene tangerinrot-gespritzte Stromlinienbaby” (eine Reportagensammlung, 1965 erschienen)  als Grundstein des ”New Journalism” gesehen wird.

Hunter S. Thompson (geboren am 18. Juli 1937 in Louisville, Kentucky und starb am 20. Februar 2005 in Woody Creek Aspen, Colorado an Selbstmord) war der Begründer des Gonzo-Journalismus und Autor von “Fear and Loathing in Las Vegas” (1971 in den USA erschienen).

phiwo

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Der Pate und Der Pate II: (k)ein Vergleich

Januar 21, 2009

Der Pate II- ein Film, der für die gelungene Fortsetzung seines Vorgängers “Der Pate” hoch gelobt worden ist.  Nicht zuletzt mit ganzen sechs Oscars. Aber ist die Fortsetzung im Vergleich zum ersten Teil auch wirklich so gut wie die Kritiker sagen?

Don Michael Corleone (Al Pacino), sitz mit gesenktem Kopf und abwesendem, emotionslosem Blick in einem halb dunklen Raum. Ein Mann kniet zu seinen Füßen und küsst seine Hand.

Diese kurze Anfangsszene aus dem Film “Der Pate II” erinnert noch stark an die aus Teil1 so lieb gewonnene Mafia Atmosphäre. Vito Corleone (Marlon Brando) – der Pate – ist inzwischen allerdings tot. Statt dessen, führt sein jüngster Sohn Michael schon seit dem Ende des letzten Films die Geschäfte und ist das Oberhaupt der Familie Corleone.

Um die Gechäfte der Familie Corleone zu erweitern, will Michael auch in Las Vegas und in Havanna in die Glücksspielindustrie einsteigen und einige Casinos kaufen. Das gestaltet sich allerdings  schwieriger als gedacht. Am Abend der Kommunion seines Sohnes, wird Michael in seinem Schlafzimmer beschossen und kommt nur mit Glück unverletzt davon. Schnell ist ihm klar, dass einer seiner Gesprächspartner, Hyman Roth, dahinter stecken muss und dass ihm außerdem einer aus Michaels Familie dabei geholfen haben muss. Bei Gesprächen auf Kuba stellt sich schließlich heraus, dass ihn sein eigener Bruder Fredo (John Cazale) verraten hat- und das lässt Micheal ihn auch wissen.

Privat geht es für Michael ebenfalls bergab. Nachdem seine Frau Kay (Diane Keaton) erkennt, dass Michael entgegen seiner Versprechen nie ein legales Leben führen wird, verlässt sie ihn. Als sie ihm sagt, dass die vorgegebene Fehlgeburt ihres Sohnes eigentlich eine Abtreibung gewesen ist, verbietet Michael ihr den Umgang mit ihren beiden anderen Kindern.

Im Verlauf des Filmes wird Michael immer kälter in seinem Verhlaten. Alle die ihm im Weg stehen lässt er umbringen, wodurch die Geschäfte wieder gut laufen. Aber am Ende zeigt sich wie herunter gekommen Michael als Mensch ist, wenn er sogar seinen eigenen Burder ermorden lässt, dem er zuvor vorgemacht hatte, er habe ihm seinen Verrat vergeben.

postershow.de

Quelle: postershow.de

Neben dieser Handlung, gibt es aber auch noch einen zweiten Handlungsstrang, in dem die Vergangenheit von Vito Corleone -dem Paten aus Teil1- und seiner Familie mit Hilfe von Rückblenden gezeigt wird.

Es beginnt alles Anfang des 20. Jahrhunderts in dem sizilianischen Dorf Corleone, wo Vitos Vater, Bruder und Mutter von dem örtlichen Mafiaboss umgebracht werden. Vito schafft es nach Amerika auszuwandern. Nach und nach wird er dort von einem einfachen Arbeiter zum mächtigsten Mafiaboss von New York. In der letzten Rückblende übt Vito schließlich nach vielen Jahren Rache an der Ermordung seiner Familie.

Der Pate II ist 1974, also zwei Jahre nach seinem Vorgänger, erschienen. Francis Ford Coppola hat erneut Regie gefürht, ebenso wie der Romanautor Mario Puzo erneut das Drehbuch zum Film geschrieben hat.

Der Film gewann ingesamt sechs Oscars, u.a. als bester Film und gilt, wie sein Vorgänger, als einer der besten Filme aller Zeiten. Er gilt außerdem als außergewöhnlich gelungene Fortsetzung.

Dieser überaus positiven Kritik kann ich mich allerdings nicht anschließen- zumindest nur eingeschränkt. Zwar ist die Geschichte durchaus interessant, meiner Meinung nach fehlt dem zweiten Teil aber das gewisse Flair, dass den ersten Teil so ausgezeichnet hat. Die rauchige Stimme des alten Paten, der Pferdekopf unter der Bettdecke und die Überraschungsmomente des ersten Teils, verliehen diesem einerseits einen misteriösen und andererseits auch einen viel spannenderen Charakter. Im zweiten Teil wird zwar auch die Seite der Mafia gezeigt, die eiskalt und für die nichts unmöglich ist, aber die kleinen Tricks und die viel undurchsichtigeren Intrigen fehlen, wodurch einfach ein gewisser Stilverlusst eingebüßt wurde.

Auch die Rolle des Michael Corleone wirkt viel zu wenig misteriös und nur noch eiskalt. Ihm fehtl außerdem einfach die gewisse italienische Ausstrahlung, die Marlon Brando in der Rolle des Vito Corleone mit sich gebracht hat. Wo noch die 175 Minuten Spielfilmlänge im ersten Teil nicht störend oder auffällig waren, ist durch den Spannungs- und Stilverlusst im zweiten Teil die insgesamt 196-minütige Länge des Filmes deutlich zu spüren.

Sehenswert ist der Film aber trotzdem für alle, die den ersten Teil gesehen haben. Nur an seinen Vorgänger kommt er nicht heran.

schep

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„The Godfather“

Januar 20, 2009

The Godfather

1972 führe Francis Ford Coppola Regie bei der von Paramount produzierten Verfilmung des 1969 veröffentlichten Romans „Der Pate“ von Mario Puzos. 

Die Geschichte beginnt mit einer großen Feier deren Anlass die Hochzeit von Constanzia „Connie“ Corleone ist. Während die Gäste im Garten feiern empfängt Connies Vater Don Vito Corleone (Marlon Brando), einer der mächtigsten Mafiabosse New Yorks, in einem Hinterzimmer des Hauses Bittsteller. An seiner Seite sind sein ältester Sohn Santino „Sonny“ Corleone (James Caan) und Tom Hagen (Robert Duvall), der Consigliere der „Familie“ und Adoptivsohn von Don Vito.

Einer der Bittsteller ist Virgil „Der Türke“ Sollozzo, welcher Don Vito Corleone vorschlägt gemeinsam mit ihm und anderen „Familien“ der Stadt in das neu aufkommende Rauschgiftgeschäft einzusteigen. Der unbesonnene Santino bekundet voreilig Interesse, doch der Don der mit „diesen schmutzigen Geschäften“ nichts zu schaffen haben möchte weist seinen Sohn zurecht und Virgil Sollozzo ab. Woraufhin er Opfer eines Mordanschlags auf offener Straße wird und nur schwer verletzt überlebt.

Eine weitere Figur die auf der Hochzeitsfeier eingeführt wird ist der jüngste Sohn der Corleones, Michael  (Al Pacino) welcher aus der Krieg heimgekommen ist und seine neue Freundin Kay Adams (Diane Keaton), an seiner Seite hat.

Gemeinsam starten Sonny welcher als ältester Sohn die Leitung der Familie übernimmt, während sich sein Vater im Krankenhaus erholt, und Michael einen Rachefeldzug welcher damit endet das Michael „den Türken“ und den korrupten Polizisten McCluskey bei einem Treffen in einem Restaurant erschießt und daraufhin nach Sizilien flüchten muss.

In der Stadt Corleone auf Sizilien lernt Michael eine andere Frau kennen welche er auch heiratet. Diese kommt jedoch durch einen Anschlag der eigentlich Michael galt ums Leben. Derweil wird in Amerika sein Bruder Sonny durch Verrat in einen Hinterhalt gelockt und erschossen.

Dem alten Don gelingt es einen Waffenstillstand der Familien aus zu handeln woraufhin Michael zurück nach New York kehren kann. Als sein Vater stirbt übernimmt er die Geschäfte der „Familie“ und nimmt bittere Rache an allen Verrätern und den Oberhäupter der konkurrierenden Mafia-Familien.

Unter Kritikern gilt „der Pate“ oder im englischen „The Godfather“ als ein Meisterwerk der Filmkunst. Er erhielt elf Oscarnominierungen und gewann davon drei:
Bester Film, Bester Hauptdarsteller und Bestes adaptiertes Drehbuch.

phiwo

 

 

 

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Havanna Nights besser als seine Kritik

Januar 14, 2009

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Was war die Freude groß vor knapp fünf Jahren!!!Dirty Dancing bekomt eine Fortsetzung!! Der Film also, der seit Jahre 1987 Millionen von Menschen für das Tanzen begeistert hat und der in jeder Hitliste der besten Filme aller Zeiten immer ganz weit oben auftaucht.

Dagegen verhagelte die Kritik direkt sämtliche Vorfreude und nahm den Film gnadenlos auseinander:

Einfallsloses Plot, Tanzszenen, die weiter hinter denen aus dem ersten Teil zurückfallen um nur zwei der harten Kritikpunkte zu nennen.

Dabei ist der einzige Vorwurf, den man dieser Fortsetzung machen kann, dass er den Namen “Dirty Dancing” im Titel trägt und somit dem Zuschauer einen völlig falschen Eindruck Eindruck vermittelt. Denn natürlich ist Dirty Dancing 2 nicht im entferntesten Sinne eine Fortsetzung des so erfolgreichen Originals. Wenn überhaupt erinnert der Umstand, dass sich zwei junge Menschen aus unterschiedlichen Klassen finden und über den Tanz verlieben, das einzige Merkmal, aber eine Fortsetzung entsteht so natürlich noch lange nicht.

Daher ist der Vorwurf der Kritiker durchaus gerechtfertigt, dass mit dem “belasteten” Titel vorallem die Geldmaschine angeworfen werden sollte.

Aber eigentlich hat der Film diesen Hokuspokus überhaupt nicht nötig. Die beiden toll spielenden Hauptdarsteller Romola Garei als Katey Miller und Diego Luna als Javier Suarez lassen es trotz aller Widerstände ordentlich knistern.

Zur Handlung:

Die 18-jährige Katey Miller zieht mit ihren Eltern nach Cuba, wo diese in der gehobenen Gesellschaft geschäftliche Kontakte pflegen wollen. Anstatt sich aber mit dem von den Eltern favorisierten Freund einzulassen, der der Sohn des Arbeitgebers ihres Vaters ist, verliebt sie sich in den kubanischen Kellner Javier, einem begnadeten Tänzer. Zusammen wollen sie an einem Tanzwettbewerb teilnehmen, damit Javier mit der Siegprämie seine Familie unterstützen und eventuell in die USA auswandern kann. Doch die kubanische Revolution rückt immer näher. Während sich die beiden immer näher kommen und sich ineinander verlieben, kommt es zunächst zu einem Eklat mit Kateys Eltern. Nach einer Aussprache kommt das große Tanzfinale. Doch während ihres großen Auftrittes kommt es zur Revolution. Kateys Familie muss zurück in die USA flüchten. Katey möchte gerne in Kuba bei Javier bleiben.

Wie sie sich entscheidet? Das möchte ich natürlich nicht verraten.

Auch der Vorwurf, die Musik in Dirty Dancing 2, hinke dem ersten Teil meilenweit hinterher ist meiner Meinung nach ungerechtfertigt.

Zum einen muss man sich vor Augen halten, dass der Film auf Kuba spielt und dort natürlich zu der typischen kubanischen Musik getanzt wird. Und das wird es in den Havanna Nights. Zu Liedern u.a. von den Black Eyed Peas und Wycleaf Jean (Dance like this), das übrigens zwei Jahre später im April 2006 nocheinmal von Wycleaf Jean zusammen mit Sakira neu aufgenommen wurde (Hips don`t lie)) lassen es Javier und Katey ordentlich krachen in den Clubs von Havanna und sorgen für eine Gänsehautatmosphäre!!

Abschließendes Fazit: In den heutigen Zeiten der DVD kann es nur heißen: Ausleihen und gucken, der Film macht Spaß!!

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Dirty Dancing, Das Musical

Januar 14, 2009

Ein neuer Trend ist entfacht, neue Musicals zu alten Filmen.

Neben Titanic, Monty Python, Die Schöne und das Biest, Schuh des Manitu, König der Löwen und vielen anderen, reiht sich auch Dirty Dancing in die Liste der Vermusicalisierungen ein.

Jana Schulz (Schülerin, 19 Jahre alt) hat das Musical in Hamburg (Theater Neue Flora) gesehen und mit der Kultfilme-Redaktion über die Show gesprochen.p1030185

Wann hast du Dirty Dancing in Hamburg gesehn und wie hat es dir gefallen?

Jana: Ich war im Sommer 2006 in Hamburg und eigentlich hat mir das Musical ganz gut gefallen.

Eigentlich?

Jana: Ja. Die schauspielerische Leistung war gut und auch über die Lieder kann man sich nicht beschweren, aber irgendwas hat mit der Akkustik nicht gestimmt. Die Texte waren teilweise unverständlich und die Boxen, beziehungsweise die Musikanlage schien mit dem Sound ein wenig überfordert zu sein.

Aber die Show an sich war ok?

Jana: Das Bühnenbild war super. Vorallem die Lichteffekte haben eine ganz tolle Stimmung erzeugt. Die schönste Szene war die Übungsphase der Hebefigur, die ja im Film im Fluss spielt. Im Theater wurde, weil es ja kein Wasser gab, ein Stück von der Bühne abgesenkt und mit Nebel gefüllt. Das sah richtig gut aus.

War denn die Geschichte des Musicals identisch mit der des Films?

Jana: Soweit ich mich erinnere gab es da keine großen Abweichungen. Die Story wurde ziemlich gut auf die Bühne gebracht.

So richtig begeistert scheinst du aber nicht zu sein. Wie fandest du denn das Original mit Patrick Swayze?

Jana: Den Film habe ich natürlich öfter als einmal gesehen und fand ihn auch ziemlich schön. Das Musical war auch cool, aber nichts, was einen vom Hocker reißt. Keine Gänsehautstimmung wie beim Phantom der Oper oder ähnlichen Klassikern. Für 30 Euro waren die Plätze aber ziemlich OK.

Auf einer Skala von 1 (*gähn*) bis 10 (*jauchtz*) würde Dirty Dancing Das Musical welche Stufe erreichen?

Jana: So 6 Punkte.

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Dirty Dancing – zwischen Leidenschaft und Moral

Januar 10, 2009

Eine Tochter aus der oberen Mittelschicht, ein Tänzer aus der Unterschicht, heiße Rhythmen und Leidenschaft. Eine Kombination, die nur so nach schnulziger Liebesgeschichte schreit- aber gut gemacht, mitreißend und verdient kultig!

“Wer sich bei dieser Musik nicht verliebt, der hat kein Herz, der hat kein Blut, der hat nur schlichtes Wasser in den Adern.” So lautet der Kommentar, eines wie es scheint Radiomoderators, der am Ende des Vorspanns zu hören ist. Schon hier sind Tänzer zu sehen, die sich in schwarz- weiß und in Zeitlupe wild bewegen während das Lied “Be my Baby” zu hören ist. Treffender hätte die Einleitung wohl auch nicht sein können, denn schließlich dreht sich bei diesem Kultfilm alles um das Thema Tanzen. Genauer gesagt- die Verbindung von Tanz mit Leidenschaft und Liebe. Und passend zum Lied “Be my Baby”, stellt sich dem Zuschauer in der ersten Szene eine Junge Frau als “Baby” vor.

Die junge Frau ist die 17jährige Frances Houseman (Jennifer Grey), die mit ihrer Familie in den Urlaub fährt und den Zuschauer in das Geschehen einführt: “Es war im Sommer ‘63. Alle nannten mich Baby. Irgendwie hat mir das gefallen. Es war bevor Präsident Kennedy ermordet wurde, bevor es die Beatles gab und als ich nicht abwarten konnte der Friedensbewegung anzugehören. Das war der Sommer, in dem ich dachte, dass ich nie einen Jungen finden würde, der so toll ist wie mein Dad. Es war der Sommer, den wir bei “Kellerman’s” verbrachten.”

Und dieser Somme sollte noch einige Überraschungen mit sich bringen. Nach anfänglicher Langeweile, schleicht sich Baby eines Abends in die für Gäste verbotene Zone der Hotelangestellten. Dort gerät sie mitten in eine ausgelassene Feier und staunt begeistert über die lockere Tanzart der Angestellten. Schließlich trifft sie dort auch zum ersten Mal auf den Tanzlehrer Johnny Castle (Patrick Swayze). Dessen Tanzpartnerin Penny Johnson (Cynthia Rhodes) ist ungewollt schwanger und beschließt das Kind abzutreiben. Da der Arzt aber nur an einem Abend kann, springt Baby für Penny ein, damit diese nicht ihren Job verliert. Baby, die bis dahin noch keine Tanzerfahrungen hat, lernt nun von Johnny wie man zu Dirty-Dancing-Rhythmen tanzt. Dabei kommen sich die beiden näher. Als herauskommt, dass Penny von einem Pfuscher behandelt wurde, holt Baby ihren Vater, der Arzt ist. Der verbietet ihr daraufhin den Umgang mit Johnny. Doch dafür ist es bereits zu spät- die beiden haben sich ineinander verliebt und verbringen heimlich die Tage und Nächte miteinander. Doch irgendwann kommt auch das heraus und Johnny wird gefeuert. Für Baby scheint alles aus, doch schließlich taucht Johnny am letzten Abend wieder auf und tanzt mit Baby den letzten Mambo zu “Time of my Life“.

Erschienen ist der Film im Jahr 1987 unter der Regie von Emile Ardolino. 1988 erhielt der Film den Independent Spirit Award als bester Debütfilm und das eigens für den Film komponiert Lied “Time of my Life” wurde mit einem Oscar ausgezeichnet. Insgesamt sind sieben Lieder extra nur für den Film komponiert worden. Darunter auch “Hungry eyes” und “She’s like the wind”.

Regiesseur  Emile Ardolino wollte dem Zuschauern eine Welt der Tänzer vorstellen, die an Filmmusicals erinnert, in denen der Tanz eine Verführungskunst darstellte. Er wollte zeigen, wie Baby durch das Tanzen immer lockerer wird, ihre erotische Seite entdeckt und wie sich durch das Tanzen nach und nach die Romanze zwischen Johnny und Baby entwickelt.

Der Tanzstil im Film orientiert sich dabei an dem Originalstil der frühen Sechziger: Die Liedtexte drücken Gefühle aus, die Musik ist erotisch und mit Einflüssen von Mambo und kubanischen Rhythmen, man tanzt spontan . Dabei zählt Gefühl mehr als Technik.

Und die Musik reißt auch die Zuschauer mit. Nicht umsonst laufen besonders alle Frauen noch heute begeistert auf die Tanzfläche, wenn auf einer Feier das Lied “Time fo my Life” gespielt wird. Auf der Tanzebene ist der Film auf jeden Fall beeindruckend. Dazu wird aber auch eine moralische Botschaft eingebaut, wenn Baby, die aus der oberen Mittelschicht stamm, sich für den aus der Unterschicht stammenden Johnny einsetzt und schließlich auch ihren Vater von Johnny überzuegen kann. Durch die Romanze ist der Film zwar eher als Frauenfilm bekannt, da das Schnulzige aber den Rest nicht überschattet, wird es auch beim dritten oder vierten Mal nicht lästig sich von Dirty Dancing mitnehmen zu lassen.

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Forrest Gump – die besten Filmzitate

Januar 7, 2009

Hier ist nun eine bunte Mischung aus den bekanntesten, schönsten und schrägsten Zitaten dieses grandiosen Films:

  • “Ich bin Forrest, Forrest Gump.”
  • “Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt.”

  • “Dumm ist der, der Dummes tut.”

  • “Du bist mein liebster guter Freund!”

  • “Der Tod gehört zum Leben dazu.”

  • “Das ist mit Abstand der blödeste Kerl, den ich je gesehen habe!” “…aber auch mit Abstand der schnellste!”

  • “Getauft bin ich auf Benjamin Beauford Blue. Aber alle nennen mich Bubba.”

  • “Bubba war mein bester, guter Freund gewesen. Und sogar ich weiß, das man so etwas nicht an der nächsten Straßenecke finden kann.”

  • “Hast du Jesus schon gefunden, Gump?” – “Ich hab überhaupt nicht gewusst, dass ich ihn suchen soll.”

  • “Hallo, mein Name ist Forrest, Forrest Gump.” – “Soll ich dir was sagen, das ist mir scheiß egal, du blöder Wichser. Du bist das letzte, mit dir kann man nicht mal die Scheiße aufwischen. Schieb dein schwulen Arsch in den Bus, du bist hier in der Army.”

  • “Ich bin kein kluger Mann, Jenny… aber ich weiß was Liebe ist!”

  • “Ich traf den Präsidenten der Vereinigten Staaten – schon wieder!”

  • “Lauf, Forrest, lauf!”

  • Jenny: “Ich wünschte, ich wäre mit dir da gewesen.” – Forrest: “Das warst du.”

  • Drill Sagent: “Gump! Wozu sind sie einzig und allein in der Army?” Forrest: “Um das zu tun was sie mir sagen, Drill Sagent!” Drill Sagent: “Gott verdammt, Gump! Sie sind ein verfluchtes Genie: Das war eine hoch intelligente Antwort . Sie haben wohl einen I.Q. von über 160. Sie sind eine außergewöhnliche Begabung, Private Gump.”

  • “Zauberbeine!”

  • “Würdest du mich heiraten Forrest?” – “Okay!”

  • “Wir waren dauernd auf der Suche nach einem gewissen “Charly”.”

  • “Wie fühlen Sie sich?” – “Ich muss pinkeln.” – “Ich glaub er hat gesagt, er muss pinkeln.”

  • “Wenn ich mich ganz arg anstrenge kann ich mich vielleicht an mein erstes paar Schuhe erinnern. Mama hat gesagt, dass sind meine Zauberschuhe. Mit denen kann ich überall hinlaufen!”

  • “Wenn Gott gewollt hätte, dass alle Menschen gleich wären, dann würden wir heute alle Beinschienen tragen.”

  • “Was machen sie hier in New York Lieutenant Dan?” “Als Kriegskrüppler hänge ich an der Titte der Wohlfahrt!”

  • “Was ist denn mit deiner Lippe?” – “Ich bin schon so auf die Welt gekommen.” – “Na gut. Zieh sie lieber ein, sonst hängst Du irgendwann am Stacheldraht fest.”

  • “Warum laufen sie Mr. Gump, etwa für die Frauenbewegung?” – “Ich habe einfach Lust dazu.”

  • “Sie sind da gerade in einen mächtigen Haufen reingetreten.” – “Das passiert.” – “Was, Scheiße?” – “Manchmal…”

  • “Shrimps sind Früchte des Meeres. Du kannst sie am Spieß braten, backen, braten, auf den Grill tun, sautieren…
    Es gibt Shrimp- Kabob, Shrimp- Creole, Shrimp- Gumbo…
    In der Pfanne gebraten, frittiert…
    Es gibt Shrimps mit Bananen, Bohnenshrimps, Kokosnussshrimps, Pfeffershrimps, Shrimpsuppe, Shrimpseintopf, Shrimpssalat, Shrimps mit Kartoffeln, Shrimpsburger, Shrimpssandwich…
    Das war’s, glaube ich.”

  • “Sein Name ist Forrest.” – “Er heißt wie ich.” – “Es ist der Name seines Daddys.” – “Er hat einen Daddy der auch Forrest heißt?” – “Du bist sein Daddy Forrest.”

  • “Muss ganz schön schwer sein, ein King zu sein.”

  • “Mein Name ist Forrest Gump. Mich nennen alle Forrest Gump.”

  • “Mama hat immer gesagt Wunder geschehen an jedem Tag. Es gibt Leute die glauben nicht daran, aber es ist so.”

  • “LT Dan, was machen sie hier?” – “Ich vertrete mir ein bisschen die Beine” – “Aber Lt Dan, sie haben gar keine Beine!”

  • “Lt Dan sagte, um Geld müssen wir uns nie wieder Sorgen machen. Gut, sagte ich. Eine Sorge weniger.”

  • “Lieber, Gott, bitte mach einen Vogel aus mir, damit ich von hier weg fliegen kann, weit, weit weg….”

  • “Ich weiß nicht ob Mama recht hatte, oder ob Lieutenant Dan recht hatte, ich weiß nicht… ob jeder von uns sein Schicksal hat oder nur zufällig dahin treibt wie ein Blatt im Wind. Aber ich denke, es stimmt vielleicht beides. Vielleicht passiert ja beides zur selben Zeit.

  • “…er sagte, er habe in irgendetwas investiert, was mit Obst zu tun hätte, und wir müssten uns um Geld keine Sorgen mehr machen.”

  • “Earl, was ist hier los?”
    “Die schwarzen Schweine wollen an die Universität.”
    “Schweine? Zu hause wollen die Wildschweine zu uns auf die Veranda aber Mama verjagt sie immer!”

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Die Feuerzangenbowle – ein Klassiker in schwarz-weiß

Januar 7, 2009

Dieser Film ist ein Loblied auf die Schule, doch es ist möglich, daß die Schule es nicht merkt.“ 

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Vier Männer sitzen in lustiger Runde an einem Tisch mit einem großen Topf Feuerzangenbowle. Dieses Bild kennt wahrscheinlich jeder und ist der Beginn eines großartigen Films.

Die Bowle leert sich und die Männer erinnern sich an die „guten alten Zeiten“ in denen Sie noch zur Schule gingen und ihren Lehrern Streiche spielten. Alle wünschen sich noch einmal in diese Zeit zurück – alle bis auf einer: Der junge, erfolgreiche Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer wurde privat zu Hause unterrichtet und hat deshalb nie den wahren Schulalltag kennen gelernt. Das wollen seine 3 Freunde ändern und beschließen in nochmals zur Schule zu schicken. Als Schüler verkleidet und unter dem Namen Hans Pfeiffer – mit drei „f“, eins vor und zwei nach dem „ei“ – besucht er heimlich die Oberstufe eines Gymnasiums in der kleinen Stadt Babenberg. Pfeiffer (gespielt von einem brillanten Heinz Rühmann) findet sich sehr schnell in seiner neuen Klasse zurecht und spielt den Lehrern einen Streich nach dem anderen. Im Verlauf seiner Schulzeit trifft er die 17-jährige Eva – Tochter des Direktors – und verliebt sich in sie. Als er ihr jedoch offenbart, dass er eigentlich gar nicht mehr zur Schule geht und ein erfolgreicher Schriftsteller ist, glaubt sie ihm nicht. Auf Grund dieser Tatsache versucht er durch weitere Streiche seinen Schulverweis zu provozieren, leider erfolglos. So hängt er beispielsweise ein Schild mit „Wegen Bauarbeiten bleibt die Schule heute geschlossen“ morgens ans Schultor und bewirkt damit, dass alle Schüler vor dem Tor umdrehen und wieder nach Hause gehen. Doch statt Pfeiffer von der Schule zu schmeißen, will die Schulleitung die Peinlichkeit nicht zugeben und tut so als wäre die Schule an diesem Tag wirklich wegen Bauarbeiten geschlossen. Ein Ende seiner Schulzeit findet Pfeiffer in seinem letzten und tollkühnsten Streich. Er verstellt die Uhren seines Chemieprofessors, lädt die Oberstufe der Mädchenschule in den Unterricht ein und verkleidet sich als Lehrer um den Unterricht zu halten. Leider überprüft genau an diesem Tag der Oberschulrat den Unterricht und so muss Pfeiffer die Stunde geben damit niemandem der Betrug auffällt. Selbst durch diesen bösen Streich fliegt er nicht von der Schule, da ihm der Direktor für dieses grandiose Schauspiel dankbar ist. Daraufhin zückt Pfeiffer sein eigentliches Abiturzeugnis, deckt seine wahre Identität auf und teilt dem Direktor sein Vorhaben, seine Tochter zu heiraten, mit.

 Die Feuerzangenbowle (1944)

Der Film endet wieder bei der Herrenrunde von der ersten Szene und Pfeiffer teilt dem Zuschauer mit, dass die ganze Geschichte nur erfunden war – alles bis auf die Feuerzangenbowle.

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Heinz Rühmann- ein Portrait

Dezember 29, 2008

Quelle: www.monstersandcritics.de

Heinz Rühmann war wohl einer der witzigsten, bekanntesten und besten deutschen Schauspieler. Aber wie hat sein Leben eigentlich ausgesehen?

Heinrich Wilhelm Rühmann wird am 07. März 1902 als Sohn von Hermann und Margarethe Rühmann in Essen geboren. Seine Kindheit verbringt er in Wanne, 1913 zieht die Familie wieder zurück nach Essen. Bereits 1916 lassen sich die Eltern scheiden, woraufhin sein Vater Suizid begeht. Die Mutter zieht mit den drei Kindern (Heinrich und zwei Schwestern) nach München, wo Rühmann ab 1919 die Realschule besucht.

1920 fängt Rühmann an Schauspielunterricht zu nehmen und erhält noch im selben Jahr seine erste Nebenrolle am Theater in Breslau. Nach diversen Theaterrollen ist er 1926 auch in seinem ersten Stummfilm “Das deutsche Mutterherz” zu sehen. 1930 gelingt ihm schließlich sein Durchbruch mit dem Film “Die drei von der Tankstelle“. Von nun an zählt Rühmann zusammen mit Hans Albers zu den beliebtesten deutschen Schauspielern.

Während des dritten Reichs äußert Rühmann sich nicht öffentlich zur Politik in Deutschland. Man geht aber davon aus, dass er sich zur Zeit des Krieges zunehmend von der Propaganda vereinnahmen lässt, da er in dieser Zeit Darsteller in 37 Filmen und Regiesseur von vier Filmen ist. Der Film “Quax, der Bruchpilot” z.B., soll das Volk vom Krieg ablenken. Als Staatsschauspieler wird Rühmann auch nicht zur Wehrmacht eingezogen. Er steht auf der Gottbegnadetenliste, da er dem Regime als Schauspieler mehr nutzt als als Soldat.

Nachdem “Die Feuerzangenbowle” unter dem Titel “So ein Flegel” 1934 bereits weitgehend erfolglos blieb, wird 1944 die Erstaufführung des neu gedrehten Films zunächst wegen “Respektlosigkeit gegenüber Autoritäten” von der nationalsozialistischen Filmzensur verboten. Durch gute Kontakte zum Regime kann Rühmann aber eine Privatvorführung im Führerhauptquartier Wolfsschanze arrangieren, bei der u.a. Hermann Göring anwesend ist. Dieser reicht schließlich kurz darauf eine Aufhebung des Filmverbots durch Hitler ein.

Am 28. März 1946 wird während der Entnazifizierung entschieden, dass keine Bedenken wegen Rühmanns künstlerischer Betätigung notwendig sind. Er hatte bis dahin unter Auftrittsverbot gestanden.

1947 gründet Rühmann die Filmgesellschaft Comedia, die 1953 nach diversen Misserfolgen aber bereits Konkurs geht. Erst mit Hilfe von Regiesseur Helmut Käutner gelingt ihm wieder ein Comeback als Schauspieler, z.B. in dem Film “Der Hauptmann von Köpenick” (1956). Für diese Rolle erhält Rühmann sogar den Preis der deutschen Filmkritik. In den folgenden Jahren spielt Rühmann in zahlreichen Unterhaltungsfilmen, erhält viele Auszeichnungen und kann wieder an seinen früheren Erfolg anknüpfen.

Mitte der 1970er Jahre entdeckt Rühmann die Rezitation als seine neue Leidenschaft. Besonder beliebt sind seine Weihnachtslesungen im ZDF. 1982 erscheint schließlich seine Autobiographie mit dem Titel “Das war’s“. Seinen letzten Fernsehauftritt hat Rühmann am 15. Januar 1994 bei “Wetten, dass…?” mit Moderator Thomas Gottschalk. Das Publikum feiert die bereits lebende Legende minutenlang und rührt ihn zu Tränen.

Neben seiner Schauspielkarriere hatte Rühman auch ein interesssantes Privatleben. Am 09. August 1924 heiratet er seine Kollegin Maria Bernheim (Künstlername: Maria Herbot). 1938 lässt sich Rühmann von seiner jüdischen Frau scheiden und heiratet bald darauf Hertha Feiler. Aus dieser Ehe geht auch sein Sohn Peter hervor. Zudem hatte Rühmann ein längeres Verhältnis mit seiner Kollegin Leny Marenbach. 1970 stirbt seine Frau Hertha Feiler. Seine dritte Ehe schließt Rühmann 1974 mit Hertha Droemer.

Rühmann war außerdem ein ausgezeichneter Pilot. Er lernt das Fliegen zunächst u.a. von seinem Freund Ernst Udet. Später muss er zwar nicht zur Wehrmacht, aber immerhin eine Grundausbildung als Abwehrflieger absolvieren.  Als im Film “Quax, der Bruchpilot” der Berufspilot ausfällt und wegen des Krieges kein neuer kommen kann, fliegt Rühmann in allen Szenen selbst, sogar in den Kunstflugszenen. Mit 65 Jahren verkauft er aus Altersgründen zwar vorerst sein eigenes Flugzeug, kauft sich jedoch bald darauf ein neues, mit dem er noch bis zu seinem 80. Lebensjahr fliegt. Erst dann gibt Rühmann seinen Pilotenschein endgültig ab.

Am 3. Oktober 1994 stirbt Heinz Rühmann in Aufkirchen, Bayern, und wir einen Tag später, auf eigenen Wunsch, eingeäschert.

schep